Sie planen neue Innentüren, aber sind unsicher bei der Berechnung der richtigen Dimensionen? Die präzsie Ermittlung der Türmaße ist essentiell, um Fehlbestellungen zu verhindern und eine passgenaue Montage zu ermöglichen.
Wichtig ist dabei: Türblatt, Türzarge und Wandöffnung haben jeweils eigene Maße. Als Holz Ulrich Türenexperten in Stuttgart wissen wir, wie herausfordernd die richtige Auswahl sein kann! Unser Ratgeber soll Sie unterstützen bei Ihrem erfolgreichen Türenprojekt.
Für gefälzte Zimmertüren sind die gängigen Türblattbreiten 610, 735, 860 und 985 mm. Übliche Türblatthöhen liegen bei 1.985 und 2.110 mm.
Die genannten Werte beziehen sich immer auf das Türblatt, nicht auf die fertige Durchgangsbreite. Zarge, Falz und Beschläge verringern den tatsächlich nutzbaren Durchgang – vergleiche hierzu den nächsten Absatz zu DIN Türmaßen!
Die üblichen DIN Türmaße für Türblätter sind in der DIN 18101 geregelt. Sie unterscheidet unter anderem gefälzte und stumpf einschlagende Türen.
Für Sie als Bauherren oder Renovierer heißt das: Bestellen Sie nicht allein nach der gewünschten Optik. Wenn Sie eine gefälzte durch eine stumpf einschlagende Tür ersetzen möchten, können Sie nicht einfach die Maße des alten Türblatts übernehmen. Die Wandöffnung bleibt bei Standardmaßen zwar gleich. Das stumpfe Türblatt fällt für die gleiche Öffnung aber kleiner aus. Messen Sie bei einem Austausch daher im Zweifel immer das Wandöffnungsmaß.
Um eine Innentür auszumessen, benötigen Sie Zollstock oder Maßband, am besten zusätzlich eine Wasserwaage. Gemessen wird grundsätzlich an mehreren Stellen, denn Wände und bestehende Zargen sind nicht immer exakt rechtwinklig.
Messen Sie bei einem Austausch ohne Zargenwechsel zunächst das vorhandene Türblatt:
Für die Bestellung einer neuen Tür in eine vorhandene Zarge sind insbesondere Türblattbreite, Türblatthöhe, Falzart und Bandposition entscheidend. Standardmaße allein reichen nicht aus, wenn Bänder, Schlosskasten oder Falz nicht zur vorhandenen Zarge passen.
Wenn die Zarge ebenfalls ersetzt werden soll, messen Sie die Wandöffnung und nicht nur das alte Türblatt. Für eine neue Umfassungszarge sind Breite, Höhe und Wandstärke entscheidend.
Die Breite und Höhe der Maueröffnung messen Sie jeweils an mindestens drei Punkten. Notieren Sie zur Sicherheit immer das kleinste Maß. Die Wandstärke ermitteln Sie an mehreren Stellen rund um die Öffnung, idealerweise an beiden Seiten und im Sturzbereich. Unterschiede können durch Putz, Fliesen, Wandpaneele oder andere Bekleidungen entstehen.
Die Frage „Wandstärke der Tür messen – mit oder ohne Putz?“ ist besonders wichtig: Maßgeblich ist stets die fertige Wandstärke einschließlich aller vorgesehenen Beläge. Die Zarge muss die Wand schließlich vollständig umgreifen. Bei Umfassungszargen gibt es zwar einen gewissen Verstellbereich, dieser ersetzt aber kein sorgfältiges Aufmaß.
Das Rohbaumaß bei Türen beschreibt die Größe der Öffnung im noch unfertigen Mauerwerk. Es ist nicht identisch mit dem Türblattmaß und auch nicht mit der lichten Durchgangsbreite. Die Wandöffnung muss Platz für Zarge, Montagefuge und das Türblatt bieten.
Für ein gefälztes Türblatt von 860 x 1.985 mm beträgt das zugehörige Rohbaumaß typischerweise 885 x 2.010 mm. Ein typisches Öffnungsmaß für Türen darf dabei innerhalb der vorgesehenen Toleranzen liegen.
Im Neubau sollten Sie sich nicht ausschließlich auf Pläne verlassen. Erst wenn der Rohbau fertiggestellt ist, lassen sich die realen Rohbaumaße Türen zuverlässig feststellen. Besonders bei Blockzargen ist Vorsicht geboten: Sie liegen im Unterschied zur Umfassungszarge innerhalb der Wandöffnung und benötigen deshalb ein abweichendes Einbaumaß.
Eine Tür falsch ausgemessen zu bestellen, kann teuer und zeitaufwendig werden. Ist das Türblatt zu groß oder die Zarge zu breit, passt das Element nicht in die Öffnung. Dann müssen Mauerwerk oder Wandbekleidung möglicherweise nachgearbeitet werden. Bei einer zu kleinen Zarge bleiben hingegen unschöne Fugen oder große Spalten.
Prüfen Sie vor der Bestellung deshalb alle Maße, die Öffnungsrichtung und die Ausführung. Bei Unsicherheiten empfiehlt sich ein professionelles Aufmaß.
Unsere Türenberater in Stuttgart unterstützen Sie gerne bei der Auswahl passender Einbaumaße für Ihre Zimmertüren und bei der Planung Ihres Türprojekts.
Veröffentlicht: Juli 2026.
Redaktion: Holz Ulrich