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Abbildung Terassendielen

Unser Ratgeber rund um Terrassendielen – Materialien & Auswahlkriterien

Mit einer schönen Terrasse sind Sie bestens gerüstet für die schönen Tage und schaffen sich das schönste Urlaubsziel direkt bei Ihnen Zuhause! Ob direkt am Haus oder als freistehendes Terrassendeck – mit Terrassendielen sorgen Sie für ein angenehmes, ansprechendes Ambiente und echte Urlaubsgefühle. Auch als Poolumrandung sind Terrassendielen eine gute Wahl – wenn man die richtigen nimmt. Neben der klassischen Terrassendiele aus Holz gibt es mittlerweile interessante Alternativen von WPC bis Thermoholz – diese möchten wir Ihnen im Folgenden präsentieren und auch helfen bei der Entscheidungsfindung, denn jedes Material hat natürlich seine eigenen Vor- und Nachteile. 

Die Themen auf einen Blick

Materialien

  • Holz
  • Thermoholz
  • WPC/BPC
  • Co-extrudierte Oberflächen

Worauf achten beim Kauf?

  • Lebensdauer / Dauerhaftigkeit der Dielen
  • Pflege und Reinigung
  • Weitere Gründe und Hinweise

Materialien

Holz

Das Naturmaterial Holz ist und bleibt der Klassiker im Gartenbereich. Es ist vergleichsweise günstig, schön anzusehen und vielseitig. Faszinierend ist die Bandbreite an verschiedenen Holzarten mit ihren ganz eigenen Farben, Maserungen, aber auch sonstigen Eigenschaften wie Härte, Widerstandsfähigkeit oder Quell- und Schwindverhalten. Somit werden Haltbarkeit, aber auch der Preis, im Wesentlichen durch die Holzart bestimmt. Größter Feind von Terrassendielen sind anhaltende Feuchtigkeit sowie Holzschädlinge (Insekten, Pilze …). Deshalb sind nicht alle Holzarten geeignet, den großen Beanspruchungen einer Terrasse zu entsprechen. 

Preiseinstieg sind heimische Nadelhölzer wie Kiefer oder Fichte, welche allerdings nur eine eher geringe Haltbarkeit als Terrassendielen bieten. Sie müssen durch die sogenannte Kesseldruckimprägnierung haltbar gemacht werden. Eine höhere Dauerhaftigkeit bieten Douglasie oder auch die europäische Lärche, welche durch ihren hohen Harzanteil auf natürliche Weise geschützt ist. Bekanntermaßen bieten Harthölzer aus Übersee besonders ausgeprägte Haltbarkeit und Lebensdauer, müssen sie sich doch in extremen klimatischen Bedingungen behaupten. Das bekannteste Hartholz ist Bangkirai – genau genommen der Überbegriff zu einer bestimmten Gruppe asiatischer Laubbäume (Yellow Balau und Co.). Ähnlich dauerhaft ist das helle, mandelfarbene Garapa oder auch das robuste Holz Cumaru, welches sich sogar als Poolumrandung eignet. Wie schon gesagt, können Sie bei Terrassendielen aus Holz im Wesentlichen die Gleichung aufmachen: Preis = Haltbarkeit. 

Thermoholz

Eine spannende Alternative zu Harthölzern aus aller Welt ist die thermische Veredelung von einheimischen Hölzern. Im Gegensatz zur Kesseldruckimprägnierung kommt hier keine bedenkliche Chemie zum Einsatz. Durch einfaches Erhitzen erhält das Holz eine extreme Robustheit gegen Feuchtigkeit und Schädlinge. Auch das Quell- und Schwindverhalten – das „Arbeiten“ des Holzes – wird signifikant reduziert. (Da das Holz durch den Feuchtigkeitsentzug auch spröder wird, müssen Sie allerdings die Abstände bei der Unterkonstruktion kleiner halten.) 

Insgesamt lässt sich festhalten, dass Terrassendielen aus Thermoholz die perfekte Verbindung darstellen aus ökologischem Mehrwert und besten Produkteigenschaften. 

WPC/BPC

Sicherlich haben Sie schon von diesem absoluten Trendmaterial für die Terrasse gehört. Bei diesen Verbundstoffen werden entweder Holzfasern (WPC) oder Bambusfasern (BPC) verarbeitet zu einem Werkstoff, welcher mit hohem Naturfaseranteil und natürlichem Aussehen punktet, verbunden mit Pflegeleichtigkeit und höchster Haltbarkeit. WPC/BPC-Dielen können mit den härtesten Hölzern mithalten, allerdings mit dem Vorteil, nicht bzw. äußerst wenig zu vergrauen. Ein regelmäßiges Ölen ist ebenfalls nicht erforderlich. Auch das Quell- und Schwindverhalten ist erheblich geringer, allerdings gilt es bei der Montage, eine gewisse Längenausdehnung zu berücksichtigen. WPC-Dielen gibt es als leichte Hohlkammerprofile sowie als besonders robuste Vollprofile. Achten Sie beim Kauf von WPC/BPC-Dielen unbedingt auf echte Markenqualität! Denn Haltbarkeit, aber auch die Farbbeständigkeit, hängen extrem an Zusammensetzung und Wertigkeit der Materialien bzw. verwendeten Polymere und Additive. Und: WPC-Terrassendielen heizen sich im Sommer etwas mehr auf als Holzdielen. 

Co-extrudierte Oberflächen

Diese Weiterentwicklung erhöht die Unempfindlichkeit von Terrassendielen aus Verbundwerkstoffen wie WPC oder BPC. Eine allseitige Ummantelung schützt vor Fetten, Schmutz und eindringender Feuchtigkeit. Sogar Terrassen-Konstruktionen ohne Gefälle können möglich sein! 

Worauf achten beim Kauf?

Natürlich haben Sie beim Kauf ein bestimmtes Budget vor Augen, aber vielleicht schon Vorstellungen, wie lange Ihre Terrasse ungefähr halten soll (dazu gleich noch mehr). Neben praktischen Erwägungen bei der Frage „Holz/Thermoholz oder Verbundmaterial (WPC & Co.)“ kann dies für Sie natürlich auch eine „Philosophiefrage“ sein, die Sie sich natürlich am besten selber beantworten. Auch bei der Frage des Aussehens der Terrasse dürfen Sie selbstredend Ihrem Urteil trauen, wir empfehlen nur, sich auch neue, vielleicht noch nicht bekannte Oberflächenbearbeitungen einmal anzusehen – da gibt es viel zu entdecken, z.B. geschroppte, gebürstete oder „Wave“-Oberflächen. Tolles Laufgefühl! 

Lebensdauer / Dauerhaftigkeit der Dielen

Je nach Bedingungen vor Ort können Terrassendielen besonders extremen Einflüssen unterliegen, welche die Ansprüche an die Widerstandsfähigkeit erhöhen. Schon grundsätzlich lässt sich festhalten, dass das feuchte und wechselnde Klima in Deutschland durchaus herausfordernd ist für eine Terrasse aus Holz. Der Klimawandel hat dies sogar noch intensiviert. Je nach Lage der Terrasse am Haus (West, Süd etc.) und den entsprechenden „Sonnenverhältnissen“ kann eine Terrasse unterschiedlich schnell trocknen. Dies gilt in besonderem Maße für die Unterkonstruktion, bei welcher sich anhaltende Feuchtigkeit besonders fatal auswirken kann. Dann stellt sich noch die Frage danach, durch wie viel Publikum die Terrasse beansprucht wird. Positiv wiederum wirkt sich eine Terrassenüberdachung aus, welche Ihre Terrassendielen schützt und deren Lebensdauer erhöht. Nimmt man alle diese Faktoren zusammen, kann Ihnen ein Mann vom Fach eine Empfehlung aussprechen, welche Terrassen-Materialien sich anbieten in Hinblick auf Ihre Wünsche und Ansprüche. Unsere Fachberater übernehmen dies gern und kompetent. So geben Sie nicht zu wenig aus und ärgern sich später, aber wenden auch nicht mehr aus als nötig wäre! 

Pflege und Reinigung

Heutzutage möchten viele Kunden die „Rundum-Sorglos-Lösung“ mit wenig Aufwand. Kein Wunder, dass pflegeleichte Materialien wie WPC so beliebt sind. Bei diesen entfällt der Aufwand von regelmäßigem Ölen. (Um das Reinigen kommen Sie aber auch dort nicht herum). 

Bei Holz lässt sich eine größere Rissbildung durch Ölen vermeiden. (Kleine Rissbildungen sind bei Holz allerdings normal). Je nach Holzart kann der Pflegeanspruch variieren – bei Thermoholz etwa ist er eher gering. Wenn Sie vermeiden möchten, dass Ihre Holzterrasse vergraut, müssen Sie ebenfalls die entsprechende Pflege aufwenden. Das Vergrauen stellt allerdings keine Beeinträchtigung der Stabilität dar, und die entstehende silbergraue Patina ist von vielen durchaus gewollt. 

Übrigens: Beziehen Sie bei Ihrer Kostenkalkulation auch die gesparte Zeit/Kosten der Pflege ein bei der Überlegung, auf WPC/BPC zu setzen!

Weitere Gründe und Hinweise

Haltbarkeit und Pflegeaufwand sind sicherlich die wichtigsten Aspekte beim Terrassenkauf. Doch auch andere Fragen können noch eine Rolle spielen, etwa die Barfußtauglichkeit. Je nach Holzart, aber auch der Oberflächenbearbeitung, kann die Splitterbildung mehr oder weniger ausgeprägt sein. Selbst die beste Pflege kann diese nicht völlig ausschließen. Ein echtes Barfußprodukt sind eher hochwertige WPC-Terrassendielen. Bei der Oberfläche können Sie übrigens unbesorgt zu glatten statt geriffelten Oberflächen greifen. Das Rutschrisiko ist nicht nennenswert höher, gleichzeitig lassen sich glatte Oberflächen besser reinigen und pflegen. Ein erhöhtes Rutschrisiko entsteht vor allem durch mangelnde Reinigung und die daraus resultierenden Beläge aus Moos oder winzigen Algen.

Abschließend hoffen wir, dass wir Ihnen als Holzfachhandel für die gesamte Region Stuttgart hilfreiche Hinweise geben konnten für den Terrassenkauf. Kommen Sie uns gerne einmal besuchen. Bei uns vor Ort können Sie nicht nur verschiedene Terrassendielen im Original erleben, sondern auch unseren freundlichen Fachberatern Ihre Fragen stellen rund um die verschiedenen Terrassenmaterialien!